5. Mai – 10. Mai 2026 Verschiedene Kulturen im Nordosten Italiens in der Region Friaul

Der Albverein Hall auf Reisen

Die diesjährige – wie üblich 6-tägige Reise – des Haller Albvereins führte ins Friaul an der Grenze von Italien zu Slowenien. Das gut ausgewählte Hotel in Gorizia war Ausgangspunkt für 4 ganztägige Ausflüge.

Am ersten Tag ging es morgens nach Triest mit Stadtrundfahrt und anschließender Führung in der Kathedrale San Giusto hoch über der Stadt und nach der Mittagspause zum Schloss Miramare mit seiner prunkvollen Ausstattung und seinen prächtigen Gärten, direkt am Meer gelegen.

 

Der zweite Tag führte die 35-köpfige Gruppe zunächst zu den beeindruckenden Ausgrabungen der römischen Siedlung Aquileia und in das dortige Archäologische Nationalmuseum mit vielen wertvollen Exponaten.

Anschließend stand eine Führung in der Kathedrale an mit ihren prächtigen Bodenmosaiken, wie sie auch schon in ihren Vorgängerkirchen zu finden sind, und eindrucksvollen Fresken in der Krypta

 

 

 

Am Nachmittag war Erholung auf der hübschen Adria-Insel Grado angesagt.

Der dritte Tag stand zunächst im Zeichen Tiepolos. Udine, die elegante Provinzhauptstadt mit ihrer venezianisch geprägten Architektur, hat unzählige Fresken von Giovanni Battista Tiepolo vorzuweisen, vor allem im Erzbischöflichen Palais, aber auch im Dom.

Das Kontrastprogramm am Nachmittag war Schloss Duino, verbunden mit Rainer Maria Rilke und seinen Duineser Elegien. Phantastisch gelegen am Hang, mit Blick auf die Adria, mit schön gestalteter Außenanlage – ein Ort, um die Seele baumeln zu lassen.

Zum Abschluss des Tages gab eine Weinprobe – praktisch ein „Muss“ im Friaul mit seinem renommierten Weinbaugebiet, den „Colli Orientali“, bekannt vor allem für hochwertige Weißweine. Bei manchen kamen Toskana-Gefühle auf, wenn sie vom Weingut Rocca Bernarda, einem aus dem 16. Jahrhundert stammendem Anwesen, auf die umliegenden Hügel und in die ferne friulanische Ebene blickten.

Der letzte Tag des abwechslungsreichen Aufenthalts im Friaul bot einen weiteren Höhepunkt. Die hübsche kleine Stadt Cividale del Friuli beeindruckte zum einen durch ihre malerische Lage auf zwei Ufern hoch über der Schlucht des Flusses Natisone, mit der „Teufelsbrücke“ als Verbindung; und zum anderen als erste Gründung der Langobarden auf italienischem Boden mit einem besonderen „steinernen Erbe“, dem zum UNESCO-Weltkulturerbe zählenden kleinen Langobarden-Tempel aus dem 8. Jahrhundert und herrlichen Ausstellungsstücken im Frühchristlichen Museum.

 

Zum Ausklang des Tages ging es noch zur über 1000 Jahre alten Abtei von Rosazzo mit ihrem wundervollen Rosengarten und ihrem spektakulären Panorama-Blick bis zur slowenischen Grenze.

Bis auf den ersten Morgen in Triest spielte das Wetter mit, Busfahrer Andreas meisterte souverän und mit guter Laune die fast 800 km lange Hin- und Rückfahrt sowie die vielen engen kurvigen Straße in Stadt und Land, kompetente, gut deutsch sprechende lokale Reiseführerinnen begleiteten die Ausflüge, und – nicht zuletzt – in der Gruppe herrschte Harmonie. All das trug natürlich zusätzlich dazu bei, dass die Reise mit ihrer perfekten Mischung aus Natur, Kultur und Kulinarik zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde.

Ein herzlicher Dank geht an unsere Reiseführerin Elisabeth Thoma (im Bild mit Ute Körner)