29.08. – 01.09.2014 – „Wandern im Westallgäu um Scheidegg“

20 Haller Albvereinler wanderten unter der kundigen Führung von Waltraud und Roland Längst 4 Tage lang im Westallgäuer Grenzland um Scheidegg. Vom Standquartier „Ferienhaus Bergsicht“ in Scheffau ging es täglich 15-20 km auf Tour.

Der 1. Tag führte als Erkundungswanderung rund um Scheidegg mit Panoramablick auf die Nagelfluhkette und das Vorarlberger Gebirge mit der Damülser Mittagsspitze. Am 2.Tag auf dem Höhenweg bis zum Pfänder. Belohnt wurden wir mit prächtiger Aussicht auf den Bodensee von Bregenz bis Lindau und weit in die Ferne. Der Rückweg führte am Pfänderhang entlang mit Stopp beim Mostbauer und lohnendem Blick auf den Bodensee aus ungewohnter Perspektive. Ein traumhafter Tag mit 20 km, von dem alle schwärmten. Am 3. Tag hinauf nach Sulzberg und auf dem Grenzerpfad ins Wildrosenmoos mit dem idyllischen Moorweiher. Von dort weiter zur Mittagsrast am Kalten Brunnen. Dann zog eine Sturmfront auf, die uns trotz bester Regenkleidung total durchnässte. Am letzten Tag erkundeten wir die Gegend um die Hutstadt Lindenberg. Der Torflehrpfad am Waldsee zeigte anschaulich, wie hier einst über Jahrhunderte hinweg Torf als Brennmaterial gestochen wurde und informierte über die große Bedeutung der Moorflächen, wertvoller Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Beim Gut Ratzenberg bestaunten wir die Allgäuer Auerochsen, eine robuste, urige Rückzüchtung. Und überall bestandsbildend das schönblühende aber problematische Indische Springkraut, ein Neophyt, der sich immer mehr ausbreitet und andere Florenelemente verdrängt.

Übrigens: In jeder der vielen Kapellen am Wegesrand und an jedem markanten Rastplatz wurde ein Kanon gesungen, ein Wanderlied angestimmt. Auch die Geselligkeit am Abend kam nicht zu kurz. Und vor dem Frühstück gab es mit Heike kompetent Atem- und Lockerungsübungen – dann war man für die langen Tagestouren gerüstet.

Die erwanderte Gegend war für sämtliche Mitwanderer praktisch Neuland; so wurden es für alle recht spannende und erlebnisreiche Allgäutage.

Roland Längst

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